Flexibilität systematisch monetarisieren und neue Erlösquellen erschließen

Durchgängiger Optimierungsprozess von der Kundenanlage bis zum Flex-Pool

Dezentrale Assets wie Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Photovoltaik haben eines gemeinsam: Ihr Stromverbrauch ist flexibel steuerbar – und genau darin liegt ihr großes Potenzial.

Der wirtschaftliche Nutzen entsteht, wenn einzelne Flex-Assets gebündelt, koordiniert und gezielt entlang klarer Anwendungsfälle optimiert werden.

Flex-Anwendungsfälle: Wirtschaftlich verzahnt von der Kundenanlage bis zur Portfolio-Ebene

InnoCharge Flex OS übersetzt technische Steuerbarkeit in konkrete wirtschaftliche Entscheidungen – für Anlagenbetrieb, Strombeschaffung, Einspeisung sowie Markt- und Systemdienstleistungen. Smart koordiniert über alle Ebenen hinweg: vom einzelnen Asset bis zum aggregierten Portfolio.

Anwendungsfälle: Dezentral hinter dem Zähler

  Photovoltaik – Lokale Erzeugung smart nutzen und Überschüsse wirtschaftlich vermarkten

Dezentraler PV-Strom wird dort erzeugt, wo er auch verbraucht werden kann – allerdings nicht immer zum richtigen Zeitpunkt. InnoCharge Flex OS optimiert PV-Anlagen, Speicher und flexible Verbraucher so, dass der Strombezug aus dem öffentlichen Netz minimiert, der Eigenverbrauch lokal erzeugten Stroms maximiert und überschüssige Energie zeit- und preisoptimiert am Spotmarkt vermarktet wird.

Vorteil: Das lohnt sich, weil lokal erzeugter PV-Strom häufig deutlich günstiger ist als Netzstrom – und weil die marktbasierte Vermarktung von Überschüssen zusätzliche Erlöse eröffnet.

  Netzentgelte – Zeitvariable Netzentgelte gezielt für flexible Lastverschiebung nutzen

Verteilnetzbetreiber dürfen steuerbare Verbrauchseinrichtungen drosseln. Mit Einführung der zeitvariablen Netzentgelte entstehen gleichzeitig starke wirtschaftliche Anreize, Lasten gezielt in netzdienliche Zeitfenster zu verlagern. InnoCharge Flex OS optimiert Flex-Assets automatisiert entlang dieser Zeitfenster – netz- und kostenoptimal.

Vorteil: Zeitvariable Netzentgelte ermöglichen eine regulatorisch garantierte Kostenersparnis. Im Durchschnitt über die 860+ deutschen Verteilnetzbetreiber ergibt sich bei Verlagerung flexibler Lasten in Niedrigtarifphasen eine Einsparung von 6,1 ct/kWh netto.

  Spitzenlasten – Leistungsspitzen begrenzen und leistungsabhängige Netzkosten senken

Gewerbliche Netzentgelte sind häufig leistungsabhängig. Kurzzeitige Lastspitzen treiben die Kosten erheblich. InnoCharge Flex OS senkt den maximalen Leistungsbezug dynamisch und automatisiert, abhängig vom jeweils relevanten Netzentgeltregime (jährliche oder monatliche Leistungsspitze).

Vorteil: Gewerbekunden zahlen häufig 150–200 € pro Jahr und kW gemessener Leistungsspitze. Gezielte Spitzenlastkappung senkt diese Kosten nachhaltig und planbar.

Anwendungsfälle: Auf Portfolio-Ebene vor dem Zähler

  Spotmarkt – Strombeschaffung und -nutzung an kurzfristigen Marktpreisen ausrichten

InnoCharge Flex OS übersetzt innertägliche Spotmarkt-Preisschwankungen in kostenoptimale Fahrpläne für Flex-Assets und operative Markthandlungsempfehlungen auf Pool-Ebene. Stromlieferanten werden entlang der gesamten Wertschöpfung unterstützt – von dynamischen Tarifen über bilanzkreisnahe Optimierung bis zur aktiven Beschaffung und Vermarktung an allen relevanten Spotmärkten.

Vorteil: Die Preisspreizungen am Spotmarkt sind erheblich und nehmen weiter zu: 2024 betrugen die durchschnittlichen täglichen Schwankungen 11,1 ct/kWh (Day-Ahead), 18,4 ct/kWh (Intraday-Auktionen), 22,9 ct/kWh (kontinuierlicher Intraday-Handel). Tendenz: steigend.

  Regelreserve – Flexibilität bündeln und als Systemdienstleistung vermarkten

InnoCharge Flex OS ermöglicht das Pooling kleinteiliger Flex-Assets und deren Teilnahme an Regelleistungs- und Regelarbeitsmärkten. Dank 15-Minuten-Produkten und intelligenter Messsysteme ist dies erstmals skalierbar und wirtschaftlich möglich.

Vorteil: Je nach Regelreserveprodukt entstehen Erlöse durch eine Vergütung der vorgehaltenen Leistung und/oder durch eine Vergütung im Falle der tatsächlichen Aktivierung durch den Übertragungsnetzbetreiber.

  Bilanzkreis – Prognoseabweichungen reduzieren und Ausgleichsenergiekosten senken

Flex-Kunden wechseln mit intelligenten Messsystemen von Standardlastprofilen in die Viertelstundenbilanzierung. Eigenerzeugung und flexible Lasten erhöhen die Prognoseunsicherheit enorm. InnoCharge Flex OS ermöglicht präzise Prognosen sowie die kurzfristige, automatisierte Fahrplananpassung auf Basis des tatsächlichen Bilanzkreisgleichgewichts.

Vorteil: Ohne aktive Prognose und Steuerung steigen die Ausgleichsenergiekosten (reBAP) deutlich. Mit InnoCharge werden Flex-Assets gezielt eingesetzt, um diese Kosten spürbar zu reduzieren – einfach, automatisiert und skalierbar.

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