Eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG) zeigt: Flexibilität wird zum entscheidenden Werttreiber für neue Geschäftsmodelle im Stromvertrieb. Energieprodukte entwickeln sich weg vom reinen Preisversprechen hin zu Optimierung und Performance. Wer Lasten intelligent steuern, verschieben und vermarkten kann, schafft messbaren Mehrwert. Die Studie macht deutlich, dass Flex-Optimierung bereits heute substanzielle Einsparungen ermöglicht und in den kommenden Jahren zum Standard wird. Boston Consulting schlussfolgert: „This is the moment to act boldly“ – Jetzt ist der Moment, Flexibilität aktiv in moderne Stromprodukte zu übersetzen.
Ein neutrales Signal an den Markt: Der Kipppunkt ist erreicht
BCG ordnet mit der Studie einen Trend ein, der sich gerade mit hoher Geschwindigkeit in den Markt übersetzt: Flexibilität wird zur zentralen Währung im Energiesystem – und damit zum neuen Werttreiber für Stromverträge.
Was wir bei InnoCharge täglich sehen, wird hier unabhängig bestätigt: Flexibilität ist längst in der Realität angekommen. Wer jetzt handelt, profitiert vom klar erkennbaren Markthochlauf der Kleinflexibilität. Wer zögert, riskiert, in eine passive Rolle gedrängt zu werden.
Stromverträge werden neu definiert: Flexibilität wird zum Standard
Für Stadtwerke und Stromversorger ist das eine zentrale Botschaft: Stromverträge werden künftig nicht mehr nur über den Arbeitspreis entschieden.
Die neue Frage im Markt lautet: Was optimiert dieser Vertrag für mich?
Denn Stromkunden – gerade im Eigenheim- und Gewerbesegment – elektrifizieren ihre Gebäude: E-Auto, Wärmepumpe, Speicher, PV. Und damit wächst die Sensibilität für einen entscheidenden Punkt: Wann Strom genutzt wird, ist fast genauso wichtig wie wie viel.
Digitale Optimierungsschichten als Schnittstelle zu Spot- und Regelreservemärkten machen aus Stromkunden aktive Marktteilnehmer. Für Kunden mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wird Flexibilität zur zentralen Quelle des Mehrwerts.
Flexibilitäts-Optimierung ist kein Zukunftsthema und rechnet sich schon heute
BCG bleibt nicht im Abstrakten, sondern beziffert den Nutzen: Schon heute können dynamische Tarife und Flexibilitäts-Optimierung laut Studie Einsparungen von 350–450 € pro Jahr pro Haushalt ermöglichen.
Diese Größenordnung deckt sich mit dem, was wir für die Portfolios unserer Kunden mit unserem praxisbewährten Simulationsmodell seit Langem ermitteln – und was wir mit unserer SaaS-Lösung im Feld bereits realisieren. Entscheidend ist dabei nicht „Energie smarter machen“, sondern messbaren finanziellen Kundennutzen liefern.
Und dieser Nutzen wächst weiter: Mit zusätzlicher Marktintegration und weiteren Flexibilitätsmechanismen kann sich das Potenzial laut Studie um das Zwei- bis Dreifache erhöhen. Damit wird klar: Flexibilität ist nicht „nice to have“. Sie wird zur Basis der Kaufentscheidung.
Die Wertschöpfung verschiebt sich – und Stromlieferanten müssen ihre Rolle sichern
BCG beschreibt eine grundlegende Marktverschiebung: Traditionelle Erlösmodelle im Energiemanagement rund um Hardware und Installation reifen aus. Das Wachstum der Zukunft entsteht durch wiederkehrende Erlöse aus Flexibilitäts-Wertpools.
Für Deutschland wird erwartet, dass Flexibilitäts-Wertpools zwischen 2030 und 2035 die klassischen Wertpools überholen.
Für Stadtwerke steckt darin eine klare strategische Botschaft: Wenn Flexibilitäts-Optimierung nicht Teil des eigenen Portfolios wird, droht die Commodity-Falle. Denn wer die Optimierungsschicht kontrolliert, kontrolliert am Ende Produktlogik, Kundenschnittstelle und Monetarisierung.
Der Optimierungs-Layer als zentraler Kernwerttreiber
Wichtig dabei: Eine Flexibilitäts-Strategie entsteht nicht dadurch, dass man ein White-Label-HEMS „mitverkauft“ oder als Cross-Selling an den Tarif hängt. Das ist bestenfalls ein Zusatzprodukt, aber keine strategische Positionierung.
Denn der zentrale Werttreiber ist nicht das Vorhandensein eines Interfaces, sondern die Fähigkeit, Flex aktiv zu optimieren und zu monetarisieren: Lasten intelligent steuern, Marktmechanismen nutzen und daraus ein skalierbares Produkt- und Erlösmodell bauen. Wer diese Optimierungs- und Vermarktungslogik nicht kontrolliert, bleibt am Ende austauschbar – auch wenn „Smart Energy“ auf dem Produktprospekt steht.
Die BCG-Studie bestätigt, dass PV-Eigenverbrauch heute als Standard erwartet wird und die Musik woanders spielt: Der monetäre Mehrwert entsteht durch die energiewirtschaftliche Integration in Flexibilitätsmärkte – von Day-ahead über Intraday bis zur Regelenergie.

Fazit: Flexibilität wird zum Differenzierungsmerkmal für moderne Stromprodukte
Die zentrale Erkenntnis ist bestechend einfach: Stromverträge mit Flex-Optimierung werden wirtschaftlich attraktiver, und der Vorteil wächst.
Für Stromlieferanten ist das eine große Chance. Insbesondere Stadtwerke bringen starke Voraussetzungen mit: Vertrauen, regionale Nähe und Marktzugang. Jetzt geht es darum, diese Stärken in die neue Produktwelt zu übersetzen. Das bedeutet weg vom Tarif als Commodity, hin zum Tarif als Optimierungs- und Wertversprechen.
Zur BCG-Studie: „Energy Management Systems: Unlocking New Levels of Flexibility, Customer Value, and Business Opportunities“
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